Manta Missile Destroyer "Noble Sacrifice / Lhas’rhen’na"

  • Hallo leute

    Als Krönung meiner schon ansehlich langen 40k Karriere habe ich mir was grosses gegönnt. Hier möchte ich euch am Entstehungsprozess teilnehmen lassen, da ich denke, dass es echt was zu zeigen gibt, das vielleicht einige interessiert.

    Der Manta ist nicht nur sehr gross sondern bedeutet einen grossen Aufwand zum zusammenbauen, nicht zuletz da es sich um ein altes Forgeworld Model handelt und viele Teile oft in mehrere Richtungen gleichzeitig verbogen sind.

    Kleine Unstimmigkeiten bei einer Klebestelle können zudem bei der schieren Grösse des Models an anderen Orten am Model zu grossen Lücken oder unerwünschten Überlappungen führen.


    Zur bewältigung dieser Herausforderungen sollte man folgendes Werkzeug im Repertoire haben:


    Borhmaschine mit Bohrköpfen und Schleifaufsätzen.

    Dremel mit Schleif und Polieraufsätzen sowie Trennscheibe.

    Raspel und Feile.

    Nägel zum stiften.

    Beil um Nägelköpfe abzutrennen.

    Hammer um Nägel zu versenken.

    Schraubzwinge um beim Kleben zu unterstützen.

    Backofen (!) um auch grosse Teile gleichmässig zu erhitzen und anschliessend in Form zu biegen.

    Schleifpapier unterschiedlicher Feinheitsgrade.

    Leim; Ich empfegle zap a gap

    Modeliermasse; Ich empfehle Miliput

    Füllmasse: Ich empfehle das Vallejo Produkt


    Zudem ist viel Platz nötig, am besten draussen auf einer Werkbank wegen dem anfallenden Staub. Zu eigenem Schutz sollte bei Gebrauch von Elektrowerkzeugen eine Schutzmaske und Schutzbrille getragen werden.

    Insgesamt handelt es sich also um ein echtes Handwerkprojekt.


    Ablauf:

    Als erstes habe ich einige Stunden lang mit dem Dremeltrennscheube die ganzen Gussüberreste entfernt. Anschliessend wurden die vielen Teile an den Trennstellen glatt geschliffen. Als nächstes wurden alle Teile in der Badewanne mit Seife gewaschen, damit später die Farbe auf dem Model gut haftet.


    Der Zusammenbau ist darum auch schwierig, weil die einzelnen Teile gross und schwer sind und man gerade am Anfang mehrere Teile gleichzeitig in Position halten muss. Oft wünscht man sich mehr Hände. Das ganze war für mich von Zeit zu Zeit sehr frustrierend, gerade wenn die Teile zusätzlich noch verbogen sind. Klebt das ganze mal, muss and den meisten Teilen an einigen Stellen gefeilt und an anderen aufgefüllt werden. Auch mit erhitzen und biegen, erreicht man keine befriedigende Passgenauigkeit.


    Eine erste Aulegeordnung. Das hinterste Teil ist der Hangar. Das schwierigste wae das zusammenführen der drei Rumpfteile. Das Model wurde für das Kleben dieser umgedreht. Zu diesem Zeitpunkt musste schon heftigst gefeilt und korrigiert werden, damit die Teile auch nur Ansatzweise passen.



    Hier klebe ich bereits die Flügel an den Rumpf. Die Flugel sind schwerer als jede andere Mini die ich bisher zusammenbaute, umso mehr muss mit sehr starkem Kleber und sauberen Klebestellen gearbeitet werden. Das Cockpit ist nur gesteckt. Man sieht die grossen Lücken and allen Klebestellen.




    Der Manta wiegt hier schon etwa 15kg und es fehlen immernoch Treibwerke und Hangar sowie alle Details. Damit er ordentlich aufliegt und nicht durch falsche Belastung durch das Eigengewicht zu Schaden kommt liegt er auf Tüchern auf.


    Weiteres folgt...

  • Update: Bald fertig zum bemalen.

    Nach 'zig Arbeitsstunden sind alle fixen Teile zusammengenbaut und die grobsten Unregelmässigkeit ausgebügelt. Die gelbe Modelliermasse zeigt klar, wo die grössten Schwierigkeiten zu bewältigen waren. Die Crew fehlt noch, ich werde sie vermutlich im Verlauf des Jahres bei eventueller Hobby Ebbe zusammenbauen und anmalen. Die Waffen habe ich erstmal weggelassen um das bemalen einfacher zu gestalten.


    Die Flügel haben mir insgesamt am meisten Sorgen gemacht. Die Klebestelle war sehr unregelmässig, so dass nicht viel Kontakt zu Stande kam. Glücklicherweise wirkt Miliput als Füller gleichzeitig auch adhäsiv. Zusätzlich wurde jeder Flügel mit jeweils zwei Stahlnägeln an das Triebwerk gestiftet, welches wiederum an den Rumpf gestiftet ist.



    Von allen Teilen habe ich am meisten Zeit mit dem Hangar verbracht. Die Passgenauigkeit war so schrecklich, dass jeweils fast ein cm. an höhe von den Trägerteilen abgeschliffen werden musste, damit der Hangar schön in den Rumpf passt. Natürlich sind die Träger in alle drei möglichen Richtungen verbogen, so musste mit viel Modelliermasse und Schleifen nachgeholfen werden. Die beweglichen Teile waren selbstverständlich zu gross und mussten zurück geschliffen werden, damit eine flüssige Bewegung gewährleistet ist.



    Noch etwas unsauber geschliffen, aber auf diesem Bild sieht man eine weitere Lücke zwischen Rumpf und Flügel. Sie ist fast einen cm breit an der breitesten Stelle. Auch nach oberhalb der Waffenanschlusspunkte fehlte einiges. Das ist nicht nur nicht schön, sondern gefährdet auch die Stabilität des Models. Aufgefüllt wurde mit Plastplate und gedeckt mit Miliput.




    Hier sieht man wo durch die Triebwerke gestiftet wurde und das Verdeck des Infanterietransportraums. Das Verdeckt sass viel zu locker aufgrund der Lücken zum Rumpf. Auch hier wurde mit Plastplate aufgefüllt. Die Triebwerke sassen ebenfalls nicht Lückenfrei auf dem Rumpf, aber es handelte sich nur um kleine Spalten. Sie wurden mit Plastic Putty von Vallejo ausgebessert.



    Hier nochmals besser sichtbar ist auch die Schnittstelle zwischen Bug und Rumpf und das Verdeck des Waffenkontrollraumes. Es fehlte an vielen Stellen. Überall wo mit Miliput gearbeitet wurde, wurde mit Sandpapier der Stärke 400 und 600 nachgeschliffen.



  • Bemalung:


    Ich habe mich sehr darauf gefreut dem Model endlich die Farben der rebellischen und frei denkenden Weitsicht Enklaven verleihen zu können.

    Die Grundierung mittels Citadel Spray hat eine ganze Dose beansprucht. Bei so einem grossen Model ist man länger zu Gange und gerade wenn man draussen sprayt muss man sehr gut aufpassen, dass sich kein Dreck oder staub auf dem Model niederlässt beim Grundierprozess.

    Per Auto (Transport per ÖV ist unmöglich mit so einem Model) habe ich mich dann in das Atelier eines bekannten Airbrushshops verlegt. Zwei Abzüge mit Filter und zwei Malmatten waren notwendig um sauber arbeiten zu können. Nach zwei bis drei Stunden Arbeit mit einer 0.6mm Düse hatte ich schon zwei von drei Schritten für das legen der Grundfarbe hinter mir. Vallejo Farben eignen sich sehr gut für das Airbrushen, denn sie fliessen gut. Manchmal ist aber trotzdem noch etwas Verdünner nötig.