Pen and Paper? WTF.

  • Sei Gegrüßt Hans M.


    Interesse ist da! Den meisten fehlt halt einfach die Zeit um neben dem prioritärem Tabeltop noch P&P zu spielen. Ich kenne es von mir selbst, habe mir das Spieleiter Set für Ironkingdom zugelegt, bin eingelesen und bereit aber komme einfach nicht dazu loszulegen!


    Eine klare Zeit Planung wäre hier bestimmt von Vorteil.


    Gruss Shahid

  • P&P war mit Sicherheit für die meisten der Einstieg in das Spielerleben.


    Ich möchte nicht für andere sprechen, aber bei mir sieht es so aus, dass es aufgrund anderer Verpflichtungen, wie Arbeit, Familie, Freunde, nicht möglich ist einen festen Spielerkreis zu pflegen. Daran scheitert P&P bei mir einfach. Kann mir gut vorstellen, dass es bei anderen leider auch so ist.

  • Nun ich betrachte mich immer noch Primär als P&P Spieler der hin und wieder mal Miniaturen rumschubst.


    Im Schichtarbeitenden Berufsleben ist es einfacher mal abends n P&P anzusetzen als ne Tabletop runde.


    Mit der Oerlicon und der Islicon haben wir sogar im Raum Zürich zwei gut erreichbare Cons im Jahr auf denen ich auch gerne leite. Anders könnte ich meine durch Sammlerleidenschaft gewachsenen Systemfundus nicht mal annährend auch ausprobieren.


    Mein Problem ist eher das die Settings die ich mag entweder stark WW2 oder Dieselpunk Lastig sind oder auch sonst eher obskur das ich gar ned weiss wer da mal reinschauen würde.

    Though kings and tyrants come and go / A soldier's life is all I know / I'll live to fight another day / Over the hills and far away.

  • Ja der Zeitdämon, der uns alle Plagt.


    Aber eigentlich wollte ich eine Grundsatz Diskussion über das Hobby an sich führen.
    Was ist Momentan gefragt? Was sind die Interessen?
    Es bringt nicht wenn ich eine SciFi Kampagne Schreibe und alle wollen Fantasy.
    Und vor allem Leute Ansprechen, die vielleicht Unentschlossen sind.
    Wie Anfangen, welche Systeme gibt es?

  • Also in meinem Umfeld ist das klassische D&D Fantasy wohl immer etwa noch das beliebteste Setting. Und das aktuelle neue D&D ist wirklich toll und einfach gehalten und nicht dieser überladene Pseudo 3.5 Pathfinder kram.


    Sonst kommt auch Star Wars gut an.


    Für die meisten anderen Settings muss ich also wirklich überzeugungsarbeit leisten das es jemand spielen will.

    Though kings and tyrants come and go / A soldier's life is all I know / I'll live to fight another day / Over the hills and far away.

  • Wo steht das Pen and Paper Hobby genau?


    Wie schon viele gesagt haben, ist das Rollenspielhobby recht beliebt aber das Zeitmanagement steht einem im Weg. Hierbei ist es viel weniger das Problem, dass Man selber keine Zeit hat, sondern viel mehr einen Termin zu finden, wo auch wirklich jeder Zeit hat.
    Vorausplanung mit Doodles können hier helfen. Evtl. sollte man seine Erwartungen auch runterschrauben. Statt sich darüber aufzuregen, dass man nicht jede Woche zum P&P kommt (Ja, solche Leute kenne ich), sollte man viel lieber schauen, dass man eine Art regelmässigkeit bekommt. Auch wenn man nur alle 2 Monate spielt. Solange es regelmässig passiert fördert dies das Treffen sowie dem Spiel an sich.


    Wo Liegen die Interessen?


    Für DSA, D&D oder Pathfinder sind zumeist alle zu haben (ausser ich 8) ). Das Interesse an speziellen Systemen ist aber gar nicht so klein, wie man denken mag. ich zum Beispiel leite 2 Gruppen mit Randsystemen (Degenesis) und spiele bei einer Gruppe mit Randsystem mit (Dark World) Ausserdem entsteht wohl bald wieder eine Gruppe mit Randsystem (Opus Anima). Dabei muss ich allerdings sagen, dass ich High-Fantasy wie die Pest meide.
    Im Grunde gilt: Wenn man seinen Mitmenschen unbekannte Systeme gut erklärt, wird sich praktisch immer eine Gruppe finden lassen.


    Wie könnte man es Interessanter Gestalten?


    Hier ist natürlich die Frage was du und deine Gruppe denn für Interessengebiete haben. Habt ihr eher Spass an taktischen Kämpfen im skirmischer-Stil und freut euch auf jeden Stufenaufstieg und jede Ausrüstung oder habt ihr eher Lust aufs Schauspielerische. Bei ersterem kann ich dir nicht so gut helfen. Bei Zweiterem habe ich einige Tipps.


    -Hintergrundmusik kann ganz viel erreichen. Sie sollte aber wirklich kaum wahrnembar sein. Sobald man gesungene Worte versteht ist es schon zu viel. Am besten eh nur Instrumentales.
    -Klischees und leicht überzogene Verhaltensweisen sind was feines bei NPCs. Sie helfen den Spielern sich besser an Diese zu erinnern und sich in der Spielwelt einzufinden. Zudem fällt es dir auch leichter und ist zudem amüsanter für dich die NPCs auszuspielen. Aber pass auf, dass du es nicht zu sehr übertreibst. Das gleiche gilt übrigens für Szenen und Schauplätze.
    -Achte darauf, dass jeder Spieler zumindest einmal pro Spielabend etwas zu tun hatte. Es gibt Nichts enttäuschenderes als mehrere Stunden an einem Tisch hocken zu müssen und Nichts zu tun bekommen. Wenn auch jeder Spieler mindestens ein Erfolgserlebnis pro Spielrunde hatte, sind zumeist alle glücklich.
    -Kenne dich gut mit den Regeln aus. Es hemmt das Spielgefühl ungemein, wenn man mitten im Geschehen warten muss, weil der Spielleiter nicht weiss wie z.B der Schaden ausgewertet wird. Falls du es wirklich nicht weiss und den Spielfluss nicht stören willst, Schuster dir erstmal was zusammen. Schlage dann später nach.
    -Vermeide Regelbegriffe. Wenn du deinem Mitspielern sagst, dass ihr Angriff nun 12 Schaden gemacht hat, kommt das einfach nicht halb so gut rüber, wie wenn du erklärst, dass der Gegner vom Schuss umgehauen wurde und sich nun stöhnend die Arme um die Magengegend schlingt, während sich der Boden bunter ihm blutrot färbt.
    -Sei dir nicht zu Schade auch mal was zu ändern, falls es ein Grossteil deiner Spieler so wollen. ich z.B. finde es toll die Schadenszahlen nicht anzusagen und verzichte am liebsten auf Tabletopartige Kampfsequenzen. Wenn aber die meisten meiner Spieler auf sowas stehen, dann gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Entweder ich suche mir eine neue Gruppe oder ich mache ihnen den Gefallen. Deine Spieler auf Biegen und Brechen an deinen Spielstil anzupassen führt nur zu schlechter Stimmung.
    Auf der anderen Seite sollten sich deine Spieler auch an diese Regel halten. Wenn ein einzelner Spieler unzufrieden mit einer Regel oder deinem Spielstil ist, dann sage ihm, dass du es zur Kenntnis genommen hast aber nun nicht die Zeit für Regeldiskussionen ist. bespreche das Thema mit ihm nach der Spielsitzung oder während einer Pause.



    Wie sieht es mit Berührungsängsten aus?


    Gibt es durchaus. Gerade wenn du ein P&P leitest in dem es in erster Linie nicht um strategische Kämpfe sowie leveln und looten sondern viel mehr um das ausspielen von Emotionen und Erlebnissen der Charaktere geht. Gerade wenn es um Emotionen wie Angst oder Trauer geht, kommen viele Menschen an ihre Hemmschwelle. man geniert sich sowas auszuspielen.

  • Erstens, Herr Uhrwerk Cooler Beitrag.


    Aber irgendwie habe ich das Gefühl das ich nicht so richtig Verstanden werde.


    Ich versuche wieder eine RPG Gruppe aufzustellen. 4 -5 Spieler, 1 – 2 im Monat.
    Bevorzugt im Raum Stadt Zürich.
    Das Problem ist, das sich in meiner Schwarzen Bibliothek über die Jahre ein paar Systeme Angesammelt haben. Auf die ich irgendwie Lust habe zu Leiten.


    Warhammer 40.000
    Warhammer Fantasy 2.0
    Cthulhu
    Traveller
    Pathfinder/ Dungeon and Dragons
    Rolemaster
    usw.


    Nur wollte ich, bevor ich zufiel Zeit in das Schreiben einer Kampagne stecke, erst einmal Ausloten wo momentan die Interessen liegen.
    Es bringt nichts wenn ich eine Geschichte für Traveller Schreibe. Und alle wollen im Dungeon Orks Plätten.

  • Dann rate ich dir überlege an was du Freude hast zu leiten. Und suche dir danach ein System aus das dir gefällt (einfache oder Komplexe Regeln). Denn du solltest den meisten Spielspass haben du bist der SL der die Geschichte vorantreibt, du musst die Motivation haben weiterzumachen. ICh organisiere seit über 15 Jahren den OerliCon, und war auch schon einigemale am IsliCon. Ich sehe immer wieder das die Spieler bereit sind neue Systeme zu probieren. Die Spieler passen sich gerne an. Und glaub mir mit ca. 25 Jahren RPG Erfahrug: Das perfekte Rollenspielsystem gibt es nicht, jedes hat irgendwo seine Macken.Und was die Spielrunde angeht, die entwickelt oft eine eigendynamik die du erst lenken kannst wenn du sie kennst, und da sie von Gruppe zu Gruppe unterschiedlich ist, kannst du es nicht voraussehen


    Ich bleibe dabei, suche dir das aus was dir am meisten spass macht, denn dann hast du auch die Ideen und Motivation dafür.
    Sage einfach den Spielern was du spielen willst (System und kurzer Abriss was für Charas gedacht sind: Beispiel Zwergen Gemeinschaft die eine Zwergenfestung von einem Drachen zurückerobern wil)
    Spieler denen es nicht passt werden nicht mitmachen, aber du wirst trotzdem genug Spieler finden


    Du solltest nicht darauf gehen was IN ist oder OUT. Die RPG Szene steckt noch nicht in der Hollywood Krise